»Makertools im Labor - Über Raketentriebwerke und Beschleunigung«
2018-12-27, 17:30–18:30, ChaosZone Stage @ 35c3

Die Möglichkeiten moderner 3D-Drucker sind mannigfaltig. Komplexe Objekte lassen sich in kurzer Zeit von der digitalen Blaupause in die reale Welt bringen. Wir möchten die Möglichkeiten moderner 3D-Drucker im wissenschaftlichen Laborumfeld aufzeigen. Wie wäre es hochempfindliche Sensoren und Raketenantriebe damit zu drucken? Und da alles noch besser mit einem LASER wird, bauen wir diesen auch gleich mit ein.

Raoul-Amadeus Lorbeer, Benjamin Ewers Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für technische Physik, Stuttgart

Wir zeigen einen Laserantrieb für Satelliten aus dem 3D-Drucker. Dabei wird der Treibstoff durch intensive Laserimpulse beschleunigt und generiert präzisen Schub. Soll der Antrieb zudem noch in einen Cube-Sat passen wird eine kompakte Bauweise obligatorisch. Dies wurde mittels 3D-Druck verwirklicht. Gesteuert wird der Antrieb mittels Mikrokontroller. Und da alles noch besser mit einem USB-Anschluss wird, bauen wir diesen auch gleich mit ein. Beschleunigungssensoren arbeiten häufig mit einer federnd gelagerten Masse, dessen Verschiebung kontinuierlich gemessen wird. Verschiebungen lassen sich hervorragend mit optischen Interferometern messen. Wir zeigen einen präzisen interferometrischen Beschleunigungssensor aus dem 3D-Drucker, natürlich mit LASER. Und da alles noch besser mit einem SDR (Software Defined Radio) wird, bauen wir dieses auch gleich mit ein.